Hartnäckige Arbeit für den (Bund) Naturschutz

Veröffentlicht am 08.09.2022 in Umwelt

„Das ist eines der wichtigsten Gebiete für Wildbienen im Landkreis Landshut“, berichtete Johannes Selmansberger der SPD-Landtagsabgeordneten Ruth Müller bei deren Besuch am Ziegelberg in Vilsheim. Selmansberger ist seit 38 Jahren Vorsitzender der Ortsgruppe „Kleines Vilstal“ des Bundes Naturschutz, die er damals gründete. Seither bemüht er sich den Naturschutz und organisiert jährlich Pflanzaktionen. „Vor 38 Jahren war ich noch der Depp“, sagte Selmansberger unverblümt.

 

Seinerzeit wurde er belächelt, heute schätzen die Vilsheimer die fast komplett ökologisch bewirtschafteten Flächen. Zuletzt sei es mehrere Hektar Äcker und Wiesen zu pachten. „Die letzten Störflächen kriegen wir noch raus“, zeigte sich Selmannberger optimistisch. Müller berichtete von ihren eigenen Bemühungen zum Umweltschutz für die sie – etwa zur selben Zeit -  als neue Gemeinderätin in Pfeffenhausen Kopfschütteln erntete.

Müller ist imkereipolitische Sprecherin der BayernSPD-Landtagsfraktion und deshalb ging es beim Gespräch mit Selmansberger, einem passionierten Imker, natürlich vor allem um Bienen. Selmansberger berichtete, dass es inzwischen wieder rund eine Million Bienenvölker in Deutschland gibt. Das ist etwa der Bestand der 1960er Jahre. Mit einer Bestandserfassung von Wildbienen im befasst sich der freiberufliche Taxonom, Kartierer und Gutachter für Wildbienen Erwin Scheuchl aus Ergolding. Das Forschungsprojekt wurde in Zusammenarbeit mit der Universität Ulm durchgeführt.

Er berichtete, dass er dafür neun Flächen im Umkreis von einem Kilometer rund um den Ziegelberg seit fünf Jahren untersucht. Bei seinen zehn Besuchen pro Jahr zählte er inzwischen etwa 100 von den über 650 Wildbienenarten. Solche langfristigen Untersuchungen seien leider nur selten möglich, berichtete Scheuchl. Obwohl es am Ziegelberg keine Umweltzerstörung gibt und das Blühangebot im Laufe der Jahre sogar verbessert wurde, ist die Zahl der Individuen um 50 Prozent zurückgegangen. „Warum, das weiß noch kein Mensch“, erklärte Scheuchl. Er versuche es herauszufinden.

Fast an jeder Stelle des Rundwegs konnte Selmansberger von einer Pflanzaktion berichten und darüber, wie die Bund Naturschutz-Ortsgruppe die Landschaft verschönert und ökologisch aufgewertet hat. Der Spaziergang begann und endete an der Pfarrkirche St. Kastulus in Vilsheim. Und wieder wusste Selmansberger etwas zu berichten: seit den 1980 Jahren gibt es dort Nistkästen für Turmfalken. Etwa 180 Turmfalken wurden seither gezählt. Aktuell nisten dort zwei Turmfalkenpaar mit sieben Jungen. SPD-Ortsvorsitzender Markus Stiller war beeindruckt von den Schilderungen Selmansbergers und freute sich, so einen hartnäckigen Naturschützer in seiner Gemeinde zu haben.

 

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