Vom Rand in die Mitte: Kulturzentrum Friedenskirche

Veröffentlicht am 04.05.2022 in MdB und MdL

Die Gäste beim Besuch in der Friedenskirche

Auf Fördermittel von Bund, Land und Gemeinden ist das Projekt der evangelischen Kirche Neufahrn angewiesen, dass die Sanierung der Friedenskirche, inklusive Umbau zu einem Bürgergarten mit Kulturzentrum vorsieht. „Nach dem 2. Weltkrieg wurde diese Kirche am Ortsrand als Konzept der „Notkirche“ mit dem von den Amerikanern beauftragten Architekten Otto Bartning errichtet“, erzählte Pfarrer Jörg Gemkow den beiden Abgeordneten Johannes Schätzl, MdB und Ruth Müller, MdL die Entstehungsgeschichte der Kirche, die im Stil der schlesischen Friedenskirchen erbaut wurde.

„Evangelisch waren in dieser Region damals vor allem die Flüchtlinge, die, um sich treffen zu können, einen Raum brauchten“, so Gemkow. Die Kirche in Neufahrn, die wie ihr Pendant in Gerzen unter Denkmalschutz steht, war zugleich der Treffpunkt für Gottesdienste, Feste und Versammlungen. Der Altar kann zugeklappt werden, die Bänke können an den Rand geschoben werden, sodass auch Platz für Gemeindefeste war. An die Geschichten der Flüchtlinge erinnert noch heute der Taufstein, der aus der Erde der neuen Heimat, dem Neufahrner Ton geformt wurde und an dem die Haustürschlüssel aus der alten Heimat Zeugnis von Flucht und Vertreibung geben.

„Nun stehen wir wieder vor großen Herausforderungen und Veränderungen, denn das Gebäudeensemble muss nach 72 Jahren dringend saniert werden. Künftig soll die Friedenskirche für vielfältigere Nutzungsmöglichkeiten erschlossen werden.“, berichtete Pfarrer Gemkow. Deshalb habe man zusammen mit der Gemeinde Neufahrn ein Konzept entwickelt, wie die Räume der Kirche sowie der Kirchgarten als Kulturzentrum mit frei zugänglichem Bürgergarten gestaltet werden können. Die Kosten der Sanierung übersteigen die finanziellen Möglichkeiten einer Kirchengemeinde erheblich“, so Pfarrer Jörg Gemkow. Und bei der Investition dieser Summe müsse es am Ende auch darum gehen, knapper werdende Ressourcen so einzusetzen, dass möglichst viele Menschen in der Gesellschaft daran teilhaben können. Ruth Müller, MdL, die auch Mitglied der Dekanats- und Landessynode der evangelischen Kirche ist, befürwortet dieses Konzept: „Als Kirche müssen wir unserem Auftrag gerecht werden, für die Menschen da zu sein, ihnen nicht nur das Wort zu verkünden, sondern auch Seelsorge und Heimat zu geben“. Bürgermeister Peter Forstner konnte berichten, dass das Projekt auch über LEADER-Mittel gefördert werde. Diese EU-Mittel werden kofinanziert von der Landes- und Bundespolitik. Dennoch verwies der Passauer Bundestagsabgeordnete Johannes Schätzl auch auf Kulturfördermittel des Bundes. Er versprach Pfarrer Jörg Gemkow hinsichtlich eines Förderprogramms nachzufragen, da es sich bei dem Neufahrner Projekt um eine besondere Kombination von Denkmalschutz, Erhalt und Neukonzeption im Sinne von Bürgertreffpunkten und Kulturförderung im ländlichen Raum gehe. Bei einem Rundgang durch die Friedenskirche zeigte sich Schätzl von der besonderen Architektur und Atmosphäre dieser Kirche beeindruckt.

 

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