Generalisierung der Pflegeausbildung als Herausforderung

Veröffentlicht am 06.03.2018 in Wahlkreis

Landrat Peter Dreier informiert über aktuelle Planungen in der Region

Die angestrebte Reform der Pflegeausbildung in Deutschland wirkt sich auch deutlich auf die Region Landshut als Gesundheitsstandort aus. Landrat Peter Dreier hat die interessierte Landtagsabgeordnete Ruth Müller über den aktuellen Planungsstand zur Generalisierung der Pflegeausbildung informiert.

So hat Dreier bereits 2015 dieses Thema angepackt und alle Beteiligten in der Region laufend zu Runden Tischen eingeladen. Dabei war stets die Führungsebene von Landratsamt, Stadtverwaltung, LAKUMED und Klinikum sowie Vertreter der Regierung von Niederbayern und der Ausbildungsträger samt Schulleitungen in Form des Kompetenzzentrums für Gesundheitsberufe in Vilsbiburg, der privaten Berufsfachschule für Krankenpflege des Klinikums Landshut, der Berufsfachschule für Kinderkrankenpflege des Kinderkrankenhauses St. Marien, der Berufsfachschulen für Altenpflege der VHS und der Caritas in Landshut eingeladen. Ziel dieser Gespräche ist es, frühzeitig auf künftige Veränderungen nach der Verabschiedung des Pflegeberufe-Gesetzes zu reagieren und für die Region Landshut ein gemeinschaftliches und effizientes Konzept zu erarbeiten. MdL Müller, Mitglied des Gesundheitsausschusses des Bayerischen Landtages, zeigte sich erfreut, „dass zu diesem wichtigen Thema frühzeitig die Weichen gestellt werden.“

 

Die Generalisierung der Pflegeausbildung sieht vor, dass ab 2020 die Berufe der Altenpflege, Gesundheits- und Kinderkrankenpflege und der Gesundheits- und Krankenpflege zu einem Berufsbild zusammengefasst und mit den jeweiligen Differenzierungen der Altenpflege, Kinderkrankenpflege und Altenpflege im dritten Ausbildungsjahr untermauert werden. So sollen die Pflegefachkräfte von morgen breit gefächert auf ihre Aufgaben vorbereitet werden. Daher werden die Pflegeschüler in den Praxisblöcken in allen Fachrichtungen ausgebildet, was aber auch eine organisatorische Herausforderung für die Pflegeschulen bedeutet. Bisher waren die Pflegeschüler beim Träger der Ausbildungsstätte angestellt (im Falle des Kompetenzzentrums beim Landkreis Landshut). Durch den fachübergreifenden Einsatz in der Ausbildung müssten die Schüler nun aber theoretisch kündigen und neu angestellt werden, sobald es beispielsweise in die Altenpflege geht. Ein Unding, findet Landrat Peter Dreier. Deshalb hat er – unter Leitung des Landratsamt-Personalleiters Christian Gruber – zusätzlich zu den Runden Tischen eine Arbeitsgruppe einberufen, um hier eine Lösung zu finden: Möglicherweise durch die Bildung eines Zweckverbandes, der die wertvolle Ausbildung bei den Trägern koordinieren könnte.

 

„Ziel ist es, in unserer Region die Ausbildung für die Pflegeschüler möglichst umfassend und flexibel zu gestalten, gleichzeitig aber die bereits ausgezeichneten Qualitätsstandards zu wahren. Nur so bleibt die Ausbildung in einem Pflegeberuf weiterhin attraktiv – denn gerade im Hinblick auf den demografischen Wandel werden diese Fachkräfte dringend gebraucht“, erklärt Dreier.

 

Bildunterschrift: Besprachen die laufenden Planungen, wie die generalistische Pflegeausbildung in der Region Landshut umgesetzt werden könnte: MdL Ruth Müller, Landrat Peter Dreier und der Personalleiter des Landratsamtes, Christian Gruber (v. l.)

 

Text: Landratsamt Landshut

 

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