Festwochenende der Naturfreunde Landshut zum 100jährigen Jubiläum

Veröffentlicht am 21.03.2023 in Umwelt

Patenbitten bei der Schirmfrau Ruth Müller, MdL

Als 1895 die Naturfreundebewegung in Wien gegründet wurde, waren die Lebensumstände der meisten Menschen von harter Arbeit, mangelnder sozialer Fürsorge, schlechten Lebens- und Einkommens-bedingungen und von fehlenden Bildungschancen geprägt. Der Weg vom Untertanen zum Staatsbürger war in der damals vorherrschenden Monarchie noch gar nicht absehbar – und trotzdem begann aus der Arbeiterbewegung heraus der Kampf für mehr Rechte, für die Gleichstellung von Mann und Frau, für die Freiheitsrechte und ein besseres Leben der „kleinen Leute“. Die „Naturfreunde“ schufen Begegnungsmöglichkeiten aber auch den Ausgleich zur Arbeit durch die Erholung und Bewegung in der Natur. 28 Jahre später, 1923 war es dann auch in Landshut soweit: In der „Freien Turnerschaft Landshut“ – einem Arbeitersportverein (heute ETSV 09) wurde die Idee geboren, die „Landshuter Naturfreunde“ zu gründen. Dieses besondere Jubiläum nimmt die Ortsgruppe um ihren Vorsitzenden Gerhard Wick zum Anlass, vom 18. – 21. Mai zu feiern. Und wie es sich für ein Fest zum hundert-jährigen Bestehen gehört, hat sich die Ortsgruppe auch auf die Suche nach einer Schirmfrau gemacht. Das Patenbitten bei der Landtagsabgeordneten Ruth Müller (SPD), die selbst auch Mitglied bei den Naturfreunden ist, sei nicht vergebens gewesen, berichtet Gerhard Wick.

„Wir haben gemeinsame Wurzeln – die Sozialdemokratie, die Arbeiterbewegung und die Naturfreunde“, begründete Müller ihr „JA“ als Schirmfrau beim Jubiläum im Mai. Dies sei eine großartige Gelegenheit, daran zu erinnern, aber auch, allen Ehrenamtlichen zu danken, die sich in unserer Region für den Umweltschutz, den sanften Tourismus, die Landschaftspflege, Sport und Kultur engagieren. „Nachhaltigkeit ist für die Naturfreunde keine Modeerscheinung, sondern eine Lebenseinstellung seit 128 Jahren“, stellte Müller bei der Sitzung am Montagabend im Naturfreundehaus fest, als es um die konkrete Planung für das Festwochenende ging. Sie erinnerte daran, dass es damals nicht selbstverständlich war, die Landschaft zu betreten. Das habe sich erst grundlegend durch die Bayerische Verfassung geändert, die der Sozialdemokrat Wilhelm Hoegner im Schweizer Exil entworfen hat: Dort findet sich seit 1946 in Artikel 141 der sogenannte

„Schwammerlparagraph“, in dem es heißt: „Der Genuss der Naturschönheiten und die Erholung in der freien Natur, insbesondere das Betreten von Wald und Bergweide, das Befahren der Gewässer und die Aneignung wildwachsender Waldfrüchte in ortsüblichem Umfang ist jedermann gestattet.“ Damit wurde das Anliegen, dass sich in unserem historischen Gruß „Berg frei“ findet, umgesetzt.

„Die Gründung unseres Verbands geschah auch aus der Not heraus, mit dem Ziel bessere Lebensbedingung für die Arbeiterfamilien zu schaffen und hatte dadurch auch automatisch eine politische Dimension. Und so ist es für uns selbstverständlich, dass wir uns auch heute in politische Debatten um den Erhalt der Natur, Sicherung des Friedens in Freiheit und Umweltschutz einmischen“, so der stellvertretende Vorsitzende Josef Wackerbauer. Deshalb sei man sehr erfreut, mit Ruth Müller, MdL eine engagierte und den Naturfreunden verbundene Politikerin aus der Region für die Schirmfrauschaft gewonnen zu haben.

 

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