Den Hospizgedanken sichtbar machen

Veröffentlicht am 22.12.2022 in Allgemein

„Der Vilsbiburger Hospizverein und das Hospiz gehören zusammen und werden gemeinsam gedacht“, so die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der BayernSPD-Landtagsfraktion, Ruth Müller, MdL bei ihrem Besuch im Vilsbiburger Hospiz Verein e.V..

Zusammen mit der Altenheimseelsorgerin des Dekanats Landshut,  Pfarrerin Johanna Krieger setzten die beiden ihre Hospizgesprächsreihe fort. Wie nah die kirchliche und politische Arbeit beieinander liegen, zeigt sich auch daran, dass Müller nicht nur Landtagsabgeordnete sondern auch Mitglied der Landessynode der evangelischen Kirche in Bayern ist, die die Finanzmittel beispielsweise für die Altenheimseelsorge, aber auch die Krankenhausseelsorge bereit stellt. Das Gespräch fand in den Räumen in der Unteren Stadt 15 des Hospizvereins Vilsbiburg statt, zusammen mit der Vorsitzenden Gertraud Ertl und der Koordinatorin Eva-Maria Rausch. Müller freute sich sehr, dass auch der neue Koordinator des Hospizvereins Jerry Valentin, sich Zeit genommen hatte, um den Kontakt zu vertiefen.

„Unseren Verein gibt es seit dem Jahr 2010 und wir haben mittlerweile über 250 Mitglieder“, berichtete Gertraud Ertl im Gespräch. Dabei ist es ihr wichtig, dass auch immer wieder neue ehrenamtliche Hospizbegleiter ausgebildet werden können: „Mittlerweile haben wir rund 50 Menschen, die im Hospiz oder in einem der umliegenden sechs Seniorenheimen ihren Dienst anbieten“, informierte Eva-Maria Rausch. In diesem Jahr seien es schon über 110 Begleitungen gewesen, die auch im familiären Umfeld stattfinden können, wenn die Patienten noch zu Hause leben. „Mit dem Umzug unserer Räume in die Stadtmitte haben wir den Hospizgedanken getreu unserem Motto „Leben begleiten“, sichtbar gemacht“, erläuterte Jerry Valentin. Für ihn ist es wichtig, dass man sich Zeit nimmt, darüber nachzudenken, was man am Lebensende für sich und seine Angehörigen geregelt haben möchte. „Das erleichtert später vieles, denn man weiß, dass man im Sinne des Patienten handelt“, sprach sich Jerry Valentin für einen achtsamen Umgang mit möglichen Situationen aus. „Wenn man vorher über den Tod und das Sterben spricht, dann kann man gut zu Ende leben“, ergänzte Eva-Maria Rausch.

Als Altenheimseelsorgerin ist es Pfarrerin Johanna Krieger auch ein Anliegen, die Pflegekräfte, die beispielsweise in den Seniorenheimen immer wieder mit sterbenden Menschen konfrontiert werden, zu begleiten und gemeinsam mit den evangelischen Geistlichen vor Ort zu entlasten. „Wir sind als evangelische Kirche gerne Ansprechpartner für die Haupt- und Ehrenamtlichen“, machte sie ein Angebot. Ihr sei es wichtig, sich miteinander zu vernetzen und so den Menschen gemeinsam zu vermitteln, dass sie in ihrer Trauer nicht alleine seien.

Die Hospizarbeit in Vilsbiburg erfahre sehr viel Anerkennung und Unterstützung – auch von Spendern. Nur so könne man besondere Aufgaben bewältigen und beispielsweise die Wunschköchin im Hospiz finanzieren. Dennoch wünschten sich die Verantwortlichen des Hospizvereins eine stärkere finanzielle Unterstützung und Entlastung von Bürokratie bei den Abrechnungen. „Für die Trauerarbeit gibt es beispielsweise keine Re-Finanzierung“, erklärte Jerry Valentin. Und doch sei diese so wichtig für ein gutes Weiterleben der Hinterbliebenen. Die Landtagsabgeordnete Ruth Müller bedankte sich bei den Ehrenamtlichen des Hospizvereins für ihre segensreiche Arbeit, die den Menschen Zeit schenke und Mut und Kraft gebe. Sie sicherte zu, sich bei den Bundestagskollegen dafür einzusetzen, dass beispielsweise die Begleitungen im stationären Bereich abgerechnet werden können. „In der Hospizarbeit leisten Sie als Fachleute für eine gute Begleitung eine immense  Entlastungsarbeit für Pflegekräfte und vor allem für die Angehörigen in einer schwierigen Situation“, so Müller.

 

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