Geschäftsführerin Anja Voit, Vorsitzender Peter Dreier, Marlene Schönberger, MdB und Ruth Müller, MdL
Marlene Schönberger und Ruth Müller tauschten sich mit dem neuen Vorsitzenden des Wasserzweckverbandes Peter Dreier aus..
Geschäftsführerin Anja Voit, Vorsitzender Peter Dreier, Marlene Schönberger, MdB und Ruth Müller, MdL
Marlene Schönberger und Ruth Müller tauschten sich mit dem neuen Vorsitzenden des Wasserzweckverbandes Peter Dreier aus..
Der neue Vorsitzende des Wasserzweckverbands der Rottenburger Gruppe, Peter Dreier, freute sich, die beiden Abgeordneten Marlene Schönberger (MdB) und Ruth Müller (MdL) im Wissenszentrum „Wasserwertschätzen“ in Pattendorf begrüßen zu dürfen.
„Uns ist das Thema der sicheren Wasserversorgung parteiübergreifend wichtig“, deshalb kommen wir auch gemeinsam, stellten Ruth Müller und Marlene Schönberger fest. Dass diese Angelegenheit von akuter Relevanz ist, zeigen die jüngsten Ereignisse aus Brandenburg und Nordrhein-Westfalen. Dort wurden Anfang September Umspannwerke sabotiert. Auch die Wasserversorgung ist Teil der kritischen Infrastruktur und deshalb besonders bedroht.
Die kritische Infrastruktur umfasst Institutionen, deren Ausfall die öffentliche Sicherheit gefährdet. „Resilienz wird immer wichtiger“, so Dreier. Aufgrund gegenwärtiger Entwicklungen muss sie jedoch als Schlüsselrolle verstanden werden. „Angesichts der hybriden Bedrohungslage und durch die Klimakrise zunehmende Unwetter gilt es jetzt, unsere kritische Infrastruktur soweit möglich zu schützen und mit Fachwissen vorausschauend Krisenpläne für den Ernstfall zu erarbeiten“, so Schönberger, die in Berlin im Innenausschuss sitzt.
Vor allem wurde auf die Cybersicherheit eingegangen. Peter Dreier erklärte, wie man sich zukünftig gegen Cyberangriffe schützen könne. „Dazu muss im Bereich der IT-Sicherheit auch investiert werden“, erläuterte Dreier. Alle Beteiligten betonten, wie wichtig es sei, in Krisensituationen noch analog arbeiten zu können.
Auch der Klimawandel hat Auswirkungen auf die Wasserversorger vor Ort. Der Sommer 2026 war der zweitheißeste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in Deutschland. Diese extremen Temperaturen stellen eine Herausforderung auch für den Wasserzweckverband dar. „Die Hitze trocknet die Böden aus und setzt die Rohrleitungen unter Druck“, berichtete die stellvertretende Geschäftsführerin Anja Voit. „Waren früher die Wasserrohrbrüche vor allem im Winter wegen der Kälteunterschiede, so treten sie jetzt auch vermehrt im Sommer auf“, erklärte Peter Dreier.
„Wasser ist unser wichtigstes Lebensmittel, das wir schützen müssen“, so Ruth Müller. Umso wichtiger sei es, dass man auch auf Sabotage-Akte der Wasser-Verunreinigungen reagieren könne. „Dies ist aufgrund des großen Versorgungsgebiets über 16 Gemeinden mit verschiedenen Absperreinrichtungen möglich“, informierte Peter Dreier. Selbst wenn ein solcher Angriff nicht hundertprozentig verhindert werden könne, so sei man in der Lage, große Teile des Versorgungsgebiets mit 41.000 Einwohner*innen dann zu schützen. Der Besuch der beiden Abgeordneten fand im 2019 eingeweihten „Wissenszentrum Wasserwertschätzen“ in Pattendorf statt.
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