Offener Brief an Staatsminister Hubert Aiwanger

Veröffentlicht am 11.04.2025 in Allgemein

Kriselnde Autozulieferer in Niederbayern: Staatsregierung muss endlich handeln

SPD-Landtagsabgeordnete MdL Ruth Müller wendet sich mit Offenem Brief an Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger

„Die Zeit für Symbolpolitik ist vorbei – jetzt braucht es konkrete Hilfe für unsere Autozulieferer und deren Beschäftigte!“ Mit diesen Worten reagiert die SPD-Landtagsabgeordnete Ruth Müller auf die dramatische Entwicklung in der niederbayerischen Automobilzulieferindustrie – zuletzt am Beispiel des Webasto-Werks in Hengersberg, das bis Ende 2025 über 200 Stellen streichen und den Standort schließen wird.

„Ich habe Wirtschaftsminister Aiwanger heute in einem offenen Brief dazu aufgefordert, sich endlich um die Lage in Niederbayern zu kümmern“, berichtet Ruth Müller. Schließlich sei bekannt, dass die Region stark von der Automobilindustrie geprägt ist, und Werksschließungen wie die des Webasto-Werks in Hengersberg erhebliche Auswirkungen auf den regionalen Arbeitsmarkt, die Infrastruktur und die Steuereinnahmen der Kommunen haben.​

Die SPD-Fraktion im Landtag hatte bereits vergangene Woche eine konzertierte Aktion zur Rettung der Zulieferbranche gefordert. Rund 70 Prozent der Wertschöpfung in der Automobilindustrie werden von Zulieferern erbracht – und gerade diese stehen aktuell unter massivem Druck: Transformation zur E-Mobilität, Kostendruck, schwache Nachfrage und der internationale Wettbewerb machen vielen Betrieben schwer zu schaffen.​

Im Rahmen ihrer Winterklausur hatte sich die SPD-Fraktion bereits für eine „Bayern-Milliarde“, ein Investitionspaket aus Landesmitteln für Ladeinfrastruktur, Batterieforschung, Qualifizierung und Transformationsnetzwerke, stark gemacht.​ „Der jüngst verabschiedete Koalitionsvertrag auf Bundesebene bekennt sich ebenfalls ausdrücklich zur Stärkung der Automobilindustrie und ihrer Zulieferer. Auch Bayerns Wirtschaftsminister muss jetzt endlich liefern und darf die Menschen mit ihren Sorgen und Ängsten nicht hängen lassen“, betont Müller.​

Als Betreuungsabgeordnete für Niederbayern stehe sie an der Seite der Beschäftigten. „Gemeinsam mit meinen Kolleginnen und Kollegen in der SPD-Fraktion im Landtag kämpfen wir für gute Industriearbeitsplätze und wir erwarten, dass die Staatsregierung endlich aktiv wird, bevor aus einer wirtschaftlichen Transformation eine soziale Katastrophe wird“, lautet ihr eindringlicher Appell.

Den offenen Brief finden Sie hier.

 

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