Menschen dürfen nicht nur auf 'Konsument oder Kostenfaktor' minimiert werden

Veröffentlicht am 01.12.2013 in Landespolitik

Päpstliche Kapitalismuskritik: SPD erhofft sich Diskurs über menschlichere Wirtschaftsbedingungen
SPD-Abgeordnete Ruth Müller: Franziskus prangert zu Recht die Reduzierung der Menschen auf 'Konsument oder Kostenfaktor' an

Die Landshuter Landtagsabgeordnete Ruth Müller begrüßt das Apostolische Schreiben "Evangelii gaudium" von Papst Franziskus ausdrücklich.

"Papst Franziskus steht mit seiner Kapitalismuskritik in der Tradition von Johannes Paul II, geht aber weit darüber hinaus", betont Müller, die auch Mitglied des Dekanatsausschusses ist. "Er prangert zu Recht die Reduzierung der Menschen auf einen 'homo oeconomicus' an, entweder als Konsument oder als Kostenfaktor auf zwei Beinen."

Die SPD-Politikerin erhofft sich von dem päpstlichen Appell einen nachhaltigen gesellschaftlichen Diskurs über menschenwürdige Arbeit und faire Wirtschaftsbedingungen. "Wenn der Mensch nicht im Mittelpunkt steht, gibt es auf lange Sicht keine prosperierende Wirtschaft", so Müller. "Die Wirtschaft muss ihr Potential pflegen, nicht vergeuden!" Dabei müssten die Wirtschaftsunternehmen auch ihrer Verantwortung für die Umwelt gerecht werden: "Hier gilt es, Ressourcen zu schonen, um das Ausbluten der Natur zu verhindern und den Menschen in Zukunft ein Überleben zu sichern!"

 

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