Barrierefreiheit ist das Ziel

Veröffentlicht am 04.08.2016 in Soziales

Karl-Heinz Bienert, Hans-Joachim Bahr (VdK-KV), Ruth Müller, MdL und VdK-Kreisgeschäftsführerin Tanja Eigner

Neue VdK-Kreisgeschäftsführerin stellte sich vor - Großveranstaltung am 24. September in Deggendorf

„Weg mit den Barrieren“ ist das Jahresthema des VdK Bayern im Jahr 2016. Die Pfeffenhausener Landtagsabgeordnete Ruth Müller diskutierte dazu mit der neuen VdK-Kreisgeschäftsführerin Tanja Eigner, dem VdK-Kreisvorsitzenden Hans-Joachim Bahr und dem Vorsitzenden des VdK Pfeffenhausen und Barrierefreiheit-Beauftragten Karl Heinz Bienert über Umsetzungsschwerpunkte.

 

Hans-Joachim Bahr stellte die Kampagne und die Planungen für den Landkreis Landshut vor: Gelb, frech und modern: So präsentiert sich die aktuelle VdK- Kampagne. Allerdings sei es eben auch so, dass 1969 der erste Mensch den Mond betreten habe und im Jahr 2016 kommen Rollstuhlfahrer nicht einmal in den Zug, stellte Bahr fest.  Bereits 1953 bezwang der Mensch den höchsten Berg der Welt und 2016 träumen gehbehinderte Menschen vom Wohnen ohne Stufen, 1927 wird der erste Tonfilm gezeigt und Hörbehinderte Menschen warten immer noch auf  Untertitel.

 

„Wir sollten weiter sein“, waren sich die VdK-Gesprächsteilnehmer mit der Pfeffenhausener Landtagsabgeordneten Ruth Müller einig. Mit der Schwerpunkt-Kampagne will der VdK Druck auf Bund, Länder und Kommunen aufbauen und ein Bewusstsein für das Thema „Barrierefreiheit“ schaffen. Am 24.September ist um 14 Uhr in der Deggendorfer Stadthalle eine Großveranstaltung vom Bezirk Niederbayern. Eine barrierefreie Gesellschaft nützt schließlich allen, stellte der Pfeffenhausener VdK-Vorsitzende Karl-Heinz Bienert fest.

 

Die SPD-Landtagsabgeordnete Ruth Müller berichtete über die verschiedenen Aktionen, die sie im vergangenen Jahr sowohl auf parlamentarischer Ebene als auch vor Ort durchgeführt hatte. Ein Hauptproblem sei nach wie vor, dass zwar der bayerische Ministerpräsident Barrierefreiheit bis 2023 den Bürgerinnen und Bürgern in Aussicht gestellt hat, die Umsetzung allerdings nach wie vor im Unklaren ist. Bei der „Barrierefreiheit“ handelt es sich um eine gesellschaftliche und soziale Aufgabe, die für alle Generationen von enormer Bedeutung sei, so Müller. Einig waren sich die Gesprächsteilnehmer, dass die Kommunen bei den Kosten für die Barrierefreiheit nicht alleine gelassen werden dürfen. In  Bayern geht es etwa um etwa 1.000 Bahnhöfe, mehr als 4.000 Schulen, mehr als 21.000 Gebäude in staatlicher Hand, 375 Polizeidienststellen oder um hörbare Signale an mehreren Tausend Ampeln in ganz Bayern. Barrierefreiheit bedeutet aber eben nicht nur, dass Rollstuhlfahrer abgesenkte Bordsteinkanten haben. Die Barrieren, die es gibt, sind sehr vielfältig und oftmals auch mit ein bisschen gutem Willen zu beseitigen, brachte Müller mit schlecht hörbaren Durchsagen an bayerischen Bahnhöfen ein praktisches Beispiel. Gleichwohl betreffe Barrierefreiheit auch Familien mit Kinderwägen, Senioren mit dem Rollator oder eben ein einheitliches Signal an grünen Ampeln.

 

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